Sesede Terziyan Ehemann

Sesede Terziyan Ehemann
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Sesede Terziyan Ehemann : An ihn kann ich mich an nichts erinnern. Es war der erste Spielfilm der Akademie und ein kritischer und kommerzieller Erfolg. Die Mehrzahl der jungen Absolventen war damals dokumentenbasiert beschäftigt. Der Film spielt zu 100 Prozent in einer Wohnung, die wir bis ins letzte Detail selbst entworfen und gebaut haben. Auch

heute noch habe ich wenig technisches Wissen im Vergleich zu damals. Sofoklis war für die Kamera verantwortlich, meine Schwester war der Star und der Rest der Besetzung bestand aus meinen Freunden. vor langer Zeit, Laien Als Student an der Filmhochschule habe ich damals nur Schauspielerei gemacht, um Geld zu verdienen. Das war damals dringend nötig,

da es keine Stipendien für Migrantenkinder gab. Es gab die ersten Fernsehsendungen, in denen Türken auftraten. Infolgedessen fand ich mich in der “Fernsehbranche” wieder. Vor allem habe ich fast drei Jahrzehnte Erfahrung als Sozialarbeiterin. Wir hatten gehofft, den Planeten dadurch zu retten. Irgendwann entdeckte ich, dass die anderen

Gastarbeiter mit dem hier verdienten Geld Häuser in der Türkei kauften, und mir wurde klar, dass ich meinen Mietverpflichtungen immer noch nicht nachkommen konnte. Verrückt. Aufgrund meines Status als erster Filmemacher türkischer Abstammung werde ich heute oft von Doktoranden interviewt. Sie kennen sich alle besser mit dem Film aus als

ich. Seitdem habe ich ihn weder gesehen noch gehört. Vor einigen Jahren wurde ich gefragt, ob ich Lust hätte, bei einem weiteren Film Regie zu führen. Meine Antwort war: “Die letzte Seite meines Lebens ist umgeschlagen.” Ich kann das nicht mehr. Auch mich interessiert es nicht mehr. In Butjadingen bin ich aufgewachsen, im Dorf Ruhwarden. Unter einer Gruppe

ausgelassener Norddeutscher. Trotzdem habe ich mich nie gewundert, warum meine Kumpelin Gesa blonde Haare hatte und ich schwarze. Das war nie ein Problem für mich. Überall, wo ich hinkam – auf dem Deich, am Strand und am Wasser – habe ich mich rundum wohl gefühlt. Meine Eltern machten eine schreckliche Zeit durch. Mein Vater hatte sich acht Jahre

Sesede Terziyan Ehemann
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lang dafür eingesetzt, als Gastarbeiter anerkannt zu werden, und hatte schließlich Erfolg. Als politischer Flüchtling durfte er nicht über die ausgewiesenen Landesgrenzen hinaus arbeiten oder reisen. Erst als wir in Sulzbach an der Murr ankamen, das zwischen Schwäbisch Hall und Backnang liegt, fühlte ich mich fremd. Wir waren in unmittelbarer Nähe zu den

Kindern im Unterricht. Es wurde in viele Diskussionsgruppen aufgeteilt. Neben Türken und Griechen gab es auch Portugiesen und Italiener sowie konservative Schwaben und relativ linke Schwaben. Jede dieser Gruppierungen war von den anderen hermetisch abgeschirmt. Ich war ein vollkommener Fremder. Außerdem war ich der Einzige, der sich auf

Hochdeutsch verständigen konnte. An diesem Punkt begannen die Probleme mit der Identifizierung. Ein Jahr ist es her, dass die -Jährige in der Krimiserie „WaPo Berlin“ als Kriminalhauptkommissarin Jasmin Sayed auftrat und dort das Pilotprojekt Wasserkriminalamt Eins der Wasserschutzpolizei Berlin leitete. Die zweite Staffel, die im Sommer

aufgenommen wurde und im Januar Premiere feiern wird, befindet sich derzeit in Produktion. Wie sie sich erinnert, wurden mehrere Szenen ins Freie verlegt, ebenso das Hygienekonzept, Tests und sogar ein Maßband, um die Abstände zwischen den Darstellern zu messen, und das alles, während das Set unter Corona-Umständen stattfand. Als Sesede

Terziyan die Greifenhagener Straße hinunter auf die Fußgängerbrücke zustürzt, wird der unablässige Regen eines trostlosen Berliner Januartages für einen kurzen Moment der Ruhe unterbrochen. Die Schauspielerin scheint, ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen, gute Laune zu haben. Beharrlich stapft sie durch die Pfützen der als Parkplatz

dienenden Brachfläche hinter den Arkaden der Schönhauser Allee, um das Foto zu machen. Auch wenn der Prenzlauer Berg von der Ordentlichkeit des Gleim- und Winsviertels umgeben ist, wirkt der Kiez selbst nicht so wie in dieser Umgebung. Graffiti an einer Hauswand mit der Aufschrift “Polizei ist legale Mafia” könnte als solche interpretiert werden. Sesede Terziyan schien die Sache irgendwie komisch zu finden.

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